Galileo am 27. Juni 2008, Aiman Abdallah teasert die heutigen Beiträge an.
“Todesfalle Grillparty!”
Und so weiter.
Galileo am 27. Juni 2008, Aiman Abdallah teasert die heutigen Beiträge an.
“Todesfalle Grillparty!”
Und so weiter.
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[Betrifft Flashmob-Aktivisten, die auf dem Fahrrad sitzend und im Kreis fahrend einen belebten Verkehrskreisel lahmlegen.]
[TT]: ahahaha
[TT]: die sind wie hitler
[TT]: mit legalen mitteln das system lahmlegen
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Würste haben mich schon immer fasziniert, wissen Sie? Man könnte schon fast sagen, dass es sogar etwas mythologisches hat: Ein Tier zu töten. Und anschließend steckt man das Fleisch höhnisch in dessen eigenen Darm. Können Sie sich vielleicht irgendetwas erniedrigenderes vorstellen, als in den eigenen Arsch gestopft zu werden? Aber das ist eine der kleinen Freuden, die wir Menschen in unserem Leben haben.
Großartig.
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Ampel: Rot.
Hinter mir: Ein dicker, schwarzer Mann in einem dicken, schwarzen Mercedes.
Er raucht eine dicke, schwarze Zigarre.
“Wenigstens konsequent”, sage ich, und fahre weiter.
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Man ist erwachsen, wenn man keine sinnlosen Schlüssel mehr an den eigenen Schlüsselbund heften muss, damit er voll aussieht. Man ist erwachsen, wenn der Schlüsselbund schwer und voll ist.
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Der Harald-Schmidt-Show ging es nicht gut, die Quoten ließen zuletzt zu wünschen übrig. Da hatte jemand von der ARD eine tolle Idee:
Wenn wir doch ohnehin schon den großen Privatsendern immer ähnlicher werden - warum kaufen wir dann nicht einfach ihre Zugpferde ein? Wenn der Mob Pro7 guckt und dort Oliver Pocher sieht, müsste er doch auch ARD gucken, wenn dort Oliver Pocher erscheint.
Soweit der Plan. Dessen Konsequenzen am gestrigen Abend (22:45 Uhr, ARD) bestaunt werden konnten. Die Meldung, dass Pocher bei Schmidt einsteigen würde, war ja eigentlich schon Skandal genug. Der Unterhaltungsgott Schmidt, dieser unantastbare Monolith der deutschen Fernsehlandschaft, holt sich einen selbsternannten B-Promi ins Boot, dessen Witzigkeit sich nicht einmal um das Wort “Gürtellinie” schert und dessen Mundwerk bisweilen pietätlos locker ist.
Kurz: Schmidt ist Niveau, Pocher ist auf die Fresse.
Interessante Startbedingungen. Aber wie lässt sich das unter einem Sendeformat vereinigen? Was passiert, wenn Frontsau und graue Eminenz aufeinander treffen?
Zunächst einmal nicht viel. Obwohl die große Buchstabenstadt im Vorspann jetzt auch das Wort “Pocher” enthält und man dementsprechend gespannt ist, erscheint zunächst nur Schmidt. Helmut Zerlett ist wieder da und knittert uns sein Gesicht entgegen - wo ist die Showband mit dem coolen Kiffer?
Harald füllt die ersten fünf Minuten so, wie er es immer tut: Kommentar hier, Zote da, Haha, lustig, was haben wir geklatscht. Und dann donnert der eisenharte Hammer der privaten Gossenunterhaltung hiernieder und zerschmettert ein Stück Fernsehgeschichte: Pocher in der ARD. Sie haben es tatsächlich getan.
Sein Auftakt ist peinlich, der dämliche Tanz hinter der Silhouette symptomatisch. Sein Platz neben Schmidt erinnert an etwaige Nachrichtensendungen. Man beginnt, sich Pointen zuzuwerfen, die Vorlagen wirken konstruiert und angestrengt. Es stört, wenn Oliver zu einem Gag ansetzt und von Harald unterbrochen wird, der dann erst einmal sein eigenes Geschichtchen erzählt und dann: “Sorry, mach’ weiter.” Und Pocher beginnt noch einmal von vorn, kann seine Pointe aber nicht setzen, weil eine unlustige Kurt-Beck-MAZ gezeigt werden muss. Ein zerstückelter blassroter Faden schimmert hervor.
Angenehm ist hingegen, dass Pocher tatsächlich zum dummen August und Handlanger Schmidts gemacht wird, insbesondere in den Beiträgen zum Promi-Pilgern (schlecht) und dem Ärztekram (gut). Das tolle Gerät, mit dem Pocher im Bildschirm herummalen kann, hätte ruhig offensiver eingesetzt werden können. Warum - und es lag so nahe - malt Oliver dem Herrn Schmidt nicht ein Hitlerbärtchen ins Gesicht? Es wäre zumindest stringent gewesen…
Günther Jauch bewegt sich kantig und steif, ist aber sympathisch wie immer - und angemessen schlagfertig. Am Ende entschuldigt sich der Meister für eventuelle Patzer der ersten Sendung - eine rhetorische Nullnummer.
Insgesamt tun sich Schmidt und Pocher ein wenig schwer. Schmidt weiß noch nicht mit einem Helferlein umzugehen, das nicht Manuel Andrack heißt. Pocher hat zwar eingesehen, dass er nur Co-Moderator ist, verhält sich aber ansonsten genau wie im Privatfernsehen. Für ihn persönlich ist es empfehlenswert, sich nicht zu verbiegen, denn Pocher ist mittlerweile Marke. Aber das öffentlich-rechtliche Korsett passt ihm einfach nicht.
Vielleicht wird er sich hineinzwängen, wir werden sehen. Nächsten Donnerstag zum Beispiel.
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Der Gärtner ist immer das Opfer.
Leute, die das Display neu erworbener Elektrogeräte nicht von der durchsichtigen Schutzfolie befreien, haben nie gelebt.
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Meine Mutter
isst gern Butter
und Sour Cream, Schinkenwürstchen, Fischsalat, Kartoffelsalat, Ofenkartoffeln und das in großen Mengen.
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Obwohl oder vielleicht gerade weil ihm die Sonne so früh am Morgen schon voll ins Gesicht schien, war der junge Mann wütend. Er hatte verschlafen, Kaffee verschüttet und er wusste noch nicht, was ihm gleich vollends den Tag versauen würde. Dann sah er den Blitz.
~
“Achtundachtzig, das sind achtunddreißig zuviel.” Conrad Kerbel notierte Kennzeichen, Fahrzeugmodell und überschrittene Höchstgeschwindigkeit mit einem behaglich warmen Glühen im Bauch auf seinem Ringbuchblock mit Karopapier. Um seine Mundwinkel kämpfte ein schiefes Grinsen um sein Überleben, wurde aber dann vom eisigen Kalkül des jungen Herrn Kerbel niedergerungen.
Der rote Toyota mit dem blonden Proleten am Steuer war sein fünfter „Fang“, wie Conrad zu sagen pflegte, an diesem frischen Sommermorgen. Keine schlechte Bilanz – aber ausbaufähig. Ein keimender Sommer lockerte eben das Testosteron und verwandelte die ohnehin schon unerträgliche Menschenplage völlig in eine Horde Wilder. „Wilde mit Bleifuss“, bei diesem Gedanken röchelte sich ein krummes Lachen hervor aus dem tiefsten Graben, der noch einen letzten Funken Menschlichkeit enthielt, im vertrockneten Innern Conrads.
Später würde Conrad die gesammelten Geschwindigkeitsübertretungen - und, falls nötig, weitere beobachtete Ordnungswidrigkeiten - wie jeden Tag bei der lokalen Polizeidienststelle einreichen und darauf bestehen, Strafanzeige gegen jeden einzelnen im Protokoll vermerkten Verkehrssünder zu erstatten. Wie üblich, würden die Polizisten sein handbeschriebenes Papier zwar entgegennehmen, umgehende Bearbeitung versprechend, es im Hinterraum aber im Müll verschwinden lassen und sich lustig machen über diesen Pollunder tragenden Wunderling mit fettigem Haar. Aber das wusste Conrad nicht.
Und so saß er den ganzen Sonntag in seinem alten Audi an der Bundesstraße 414 und richtete seine Radarfalle, die er für viel Geld im Internet ersteigert und repariert hatte, auf den entgegenkommenden Verkehr. Mama wäre stolz, könnte sie ihn so sehen.
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Absichtliche Journalisten-Punchline oder Versehen? Ich unterstelle angesichts der ohnehin abnehmenden Qualität von Spiegel Online - Verpanoramasierung und Galileo-Syndrom (sollte ich irgendwann gesondert erläutern) - einfach mal letzteres.

Immerhin: Danke für den Lacher!
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